Weder sieht noch spürt man es: Das Immunsystem ist zwar rund um die Uhr ohne Pause aktiv, aber im Verborgenen.

Seine Aufgabe ist es, uns vor gefährlichen Keimen (Pathogenen) zu schützen. Denn täglich sind wir Millionen von Bakterien, Viren, Parasiten und Pilzen, aber auch Partikeln wie Staub, Pollen und Tierhaaren ausgesetzt und trotzdem meistens gesund. Dafür braucht unser Körper einen ausgeklügelten und komplexen Schutzmechanismus: das Immunsystem.

Dabei ist das Immunsystem nicht auf ein Organ oder einen Ort beschränkt. Vielmehr verteilt es sich über viele Punkte im gesamten Körper. Die Blutbahn und die Lymphgefäße durchziehen den ganzen Körper und bilden die wichtigsten Transportwege für Immunzellen und Botenstoffe. Mit der Lymphflüssigkeit werden Sauerstoff und Nährstoffe zu Geweben transportiert und beschädigte oder tote Zellen, Krankheitserreger und Fremdstoffe wieder abtransportiert.

Aus der Hirnforschung wissen wir: Unser Immunsystem ist nicht isoliert, sondern eng mit Hormon- und Nervensystem verzahnt. Emotionale und neurochemische Zustände hängen mit der Leistungsfähigkeit des Immunsystems zusammen. Folglich lässt sich das Immunsystem auch durch Gedanken, Gefühle und Stress beeinflussen.

Weder sieht noch spürt man es: Das Immunsystem ist zwar rund um die Uhr ohne Pause aktiv, aber im Verborgenen.

Seine Aufgabe ist es, uns vor gefährlichen Keimen (Pathogenen) zu schützen. Denn täglich sind wir Millionen von Bakterien, Viren, Parasiten und Pilzen, aber auch Partikeln wie Staub, Pollen und Tierhaaren ausgesetzt und trotzdem meistens gesund. Dafür braucht unser Körper einen ausgeklügelten und komplexen Schutzmechanismus: das Immunsystem.

Dabei ist das Immunsystem nicht auf ein Organ oder einen Ort beschränkt. Vielmehr verteilt es sich über viele Punkte im gesamten Körper. Die Blutbahn und die Lymphgefäße durchziehen den ganzen Körper und bilden die wichtigsten Transportwege für Immunzellen und Botenstoffe. Mit der Lymphflüssigkeit werden Sauerstoff und Nährstoffe zu Geweben transportiert und beschädigte oder tote Zellen, Krankheitserreger und Fremdstoffe wieder abtransportiert.

Aus der Hirnforschung wissen wir: Unser Immunsystem ist nicht isoliert, sondern eng mit Hormon- und Nervensystem verzahnt. Emotionale und neurochemische Zustände hängen mit der Leistungsfähigkeit des Immunsystems zusammen. Folglich lässt sich das Immunsystem auch durch Gedanken, Gefühle und Stress beeinflussen.

Vereinfacht gesagt, handelt es sich um ein zweigeteiltes System. Das Immunsystem gliedert sich in einen angeborenen (unspezifischen) Teil sowie in einen erworbenen (spezifischen) Teil. Beide sind eng miteinander verknüpft und bilden zusammen die körpereigene Abwehr.

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schützt uns von Geburt an vor Keimen und Fremdkörpern und wird deswegen auch angeborenes Immunsystem genannt.

Eine der ersten Schutzbarrieren für potentielle Krankheitserreger ist unsere Haut. Mit fast zwei Quadratmetern Oberfläche bildet sie gemeinsam mit den Schleimhäuten aus Nase, Mund, Magen-Darm Trakt etc. eine wichtige Barriere.

Unser Darm ist mit acht Metern Länge und 400–500 Quadratmetern Oberfläche das größte Immunorgan des Körpers überhaupt. Sollten es Keime schaffen, diesen Schutzwall zu überwinden, steht eine echte Immunzellenarmee bereit (Leukozyten, Makrophagen, Granulozyten, Killerzellen etc.), um die Erreger zu stoppen.

zeichnet sich durch große Anpassungsfähigkeit gegenüber neuen oder veränderten Krankheitserregern aus.

Diese Immunantwort wird im Laufe des Lebens erworben und es kommt zur Ausbildung des sogenannten immunologischen Gedächtnisses. Dadurch behält unser Körper den ersten Kontakt mit Keimen in Erinnerung und kann bei weiteren Infektionen schneller darauf reagieren.

Die Zellen der adaptiven, sprich anpassungsfähigen Immunabwehr sind daher in der Lage, sich auf neue bzw. veränderte Krankheitserreger einzustellen. So gelingt es ihnen, spezifische Strukturen (Antigene) von fremden Substanzen (Zellbestandteile, Fremdkörper etc.) zu erkennen und gezielt Abwehrmechanismen zu aktivieren.

Obwohl es sich um ein geniales und höchst effektives System handelt, ist auch die köpereigene Abwehr störungsanfällig. Es gibt sowohl angeborene als auch im Laufe des Lebens erworbene Krankheiten, bei denen durch einen Defekt im Immunsystem grundsätzlich eine Abwehrschwäche entsteht.

Echte Immunstörungen sind allerdings relativ selten. Dies gilt vor allem für schwere angeborene Immundefekte. Dabei sind die Betroffenen zumeist schon als Kinder stark anfällig für Infekte und diese verlaufen oft schwerer als bei Menschen ohne Immundefekt.

Die weltweit häufigste erworbene Immunschwächeerkrankung ist AIDS Acquired Immune Deficiency Syndrome, deutsch: erworbenes Immunschwächesyndrom): Hierbei befallen HI (Humane Immundefizienz)-Viren die Zellen des Immunsystems. Dies hat zur Folge, dass Infektionserreger, die für gesunde Menschen in der Regel harmlos sind, schwere Infektionen hervorrufen. Zudem können sich Krebszellen leichter vermehren.

Auch bei Erkrankungen mit unkontrollierter Vermehrung von Immunzellen wie Leukämien und Lymphomen ist die Immunabwehr beeinträchtigt. Denn die bösartig veränderten Zellen sind in ihrer Funktion gestört und verdrängen zudem die noch funktionsfähigen Immunzellen.

Wenn das Immunsystem „gegen sich selbst vorgeht“, also Zellen des eigenen Körpers angreift, spricht man von einer Autoimmunkrankheit.

Bei rheumatoider Arthritis z.B. attackiert der Körper die Gelenke. Diese entzünden sich und werden dadurch geschädigt — Schmerzen und eingeschränkte Gelenkfunktion sind die Folge.

Autoimmunerkrankungen müssen oft mit sogenannten Immunsuppressiva behandelt werden: Das sind Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken.

Allergien sind eine überschießende, nicht angemessene Reaktion des Immunsystems auf Stoffe aus der Umwelt wie z.B. Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare etc. Diese Überempfindlichkeitsreaktion unterscheidet sich von einer normalen Immunantwort durch das zumeist rasche Einsetzen von Symptomen infolge des Kontakts mit einem an sich harmlosen Stoff, der dann als Allergen bezeichnet wird. Allergene sind also Antigene, die im Körper — auch in geringen Mengen — Reaktionen mit Symptomen auslösen. Im Gegensaft zu einem echten Krankheitserreger sind diese aber harmlos. Bei Heuschnupfen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und anderen Allergien schießt das Immunsystem also eindeutig übers Ziel hinaus.

Spätestens im Winter merkt man wieder, wie wichtig ein starkes Immunsystem ist. Man kann die Körperabwehr zwar nicht trainieren wie einen Muskel, aber unterstützen lässt sich das System schon. Mit einer gesunden, bewussten Lebensführung ist bereits viel getan.

Gerade in der kalten Jahreszeit, wenn das heimische Obstangebot eher knapp bemessen ist, haben Zitrusfrüchte wie Orangen, Zitronen und Mandarinen ihre Sternstunden. Sie liefern reichlich Vitamin C und stärken so unsere Abwehrkräfte. Bereits eine Grapefruit oder zwei kleine Orangen reichen für die empfohlene Tageszufuhr von 100 mg aus.

Ingwer fördert nicht nur die Durchblutung, sondern wirkt auch entkrampfend, antibakteriell und verdauungsfördernd. Schon bei den ersten Anzeichen einer Erkältung kann Ingwer helfen: Einfach ein paar kleine Scheiben abschneiden, mit einem halben Liter Wasser ca. 30–45 Minuten köcheln lassen, anschließend die Ingwerstücke herausnehmen und das warme Wasser trinken.

Von Möhre bis Grünkohl gilt: Es schmeckt, ist vielseitig und liefert viele Vitamine und Mineralstoffe. Im Winter ist z. B. der Grünkohl ein echter Toplieferant, der neben Vitamin C auch mit Vitamin A, Vitamin E sowie den Mineralstoffen Kalium und Calcium aufwartet.

So verbessern Sie die Durchblutung der Schleimhäute, die dadurch Krankheitserreger leichter abwehren können. Chili & Co. punkten darüber hinaus mit ätherischen Ölen und sekundären Pflanzenstoffen. Die darin enthaltenen Flavonoide und Carotinoide wirken antibakteriell und antioxidativ, das heißt sie schützen unsere Zellen vor schädlichen Radikalen.

Schützt Haut und Abwehrkräfte. Ein Mangel stört die Immunzellen. In tierischen Produkten wie Milch, Eier und Leber. In Obst und Gemüse wie Aprikose, Spinat und Grünkohl.
Unterstützt den Organismus beim Abheilen von Erkältungen (und nicht bei der Vorbeugung). In Zitrusfrüchten, Grünkohl, Brokkoli, roter Paprika.
Schützt die Zellmembranen. Ein Mangel stört die Immunzellfunktion. In Sonnenblumenöl und Haselnüssen.
Schützt vor Erkältungskrankheiten. Wird Sommer durch UV-Strahlen in der Haut gebildet In Fisch, Pilzen und Avocados.
Hilft bei der Antikörperproduktion, reguliert das Immunsystem. In Weizen, Reis, Hirse, Bananen, Sardinen.
Spurenelement, stärkt die Abwehrkräfte, schützt vor freien Radikalen. In Fisch, Fleisch, Sesam.
Spurenelement. Stärkt die Abwehrkräfte. In Vollkornbrot oder Hartkäse.


Schützt Haut und Abwehrkräfte. Ein Mangel stört die Immunzellen. In tierischen Produkten wie Milch, Eier und Leber. In Obst und Gemüse wie Aprikose, Spinat und Grünkohl.

Unterstützt den Organismus beim Abheilen von Erkältungen (und nicht bei der Vorbeugung). In Zitrusfrüchten, Grünkohl, Brokkoli, roter Paprika.

Schützt die Zellmembranen. Ein Mangel stört die Immunzellfunktion. In Sonnenblumenöl und Haselnüssen.

Schützt vor Erkältungskrankheiten. Wird Sommer durch UV-Strahlen in der Haut gebildet In Fisch, Pilzen und Avocados.

Hilft bei der Antikörperproduktion, reguliert das Immunsystem. In Weizen, Reis, Hirse, Bananen, Sardinen.

Spurenelement, stärkt die Abwehrkräfte, schützt vor freien Radikalen. In Fisch, Fleisch, Sesam.

Spurenelement. Stärkt die Abwehrkräfte. In Vollkornbrot oder Hartkäse.

Viel Bewegung, vor allem an der frischen Luft, stärkt nachweislich unser Immunsystem, bringt unseren Kreislauf in Schwung und hält die Schleimhäute feucht. Das ist gerade in der kalten Jahreszeit, wenn wir ständig trockener Heizungsluft ausgesetzt sind, wichtig.

Ausdauersportarten wie Laufen, Schwimmen oder Radfahren tragen nicht nur zum Muskelaufbau bei, sondern stärken auch unsere Abwehrzellen.

Wer sich bewegt, bekämpft also Krankheitserreger schneller und besser. Laut Experten reichen 30 bis 60 Minuten Bewegung aus, um die gesamte körperliche Aktivität zu steigern. Allerdings sollten Sie gerade in der feuchtkalten Jahreszeit auf die richtige Sportbekleidung achten.

Neben Sport und Bewegung freut sich unser Abwehrsystem besonders über ausreichend Schlaf und regelmäßige Entspannungsphasen.

Für die meisten Erwachsenen sind 7–9 Stunden Schlaf am besten geeignet. Wer dazu noch Pausen für Körper und Seele in den Alltag einbaut, handelt im Sinne seines Immunsystems.

Stress, Ärger und Angst sind im Alltag nicht zu vermeiden. Der Umgang damit und die richtige Balance zwischen An- und Entspannung sind deshalb wichtig. Die Wissenschaft der Psychoneuroimmunologie hat belegt, dass psychische Belastungen das Immunsystem belasten und schwächen können.

Die folgenden drei Übungen helfen, Stress abzubauen, schnell zu entspannen und so das Immunsystem zu stärken bzw. zu entlasten.

Eine klassische Atemübung gegen Stress ist die sogenannte 4-6-8-Methode: Setzen oder stellen Sie sich dazu aufrecht hin, die Schultern gerade, legen Sie Ihre Hand auf den Bauch und versuchen Sie, nur durch die Nase in den Bauch zu atmen.

Beim langsamen und tiefen Einatmen bis vier zählen. Die Luft anhalten und bis sechs zählen. Dann langsam durch den Mund ausatmen und bis acht zählen. Das Ganze mindestens fünfmal wiederholen.

Bei dieser Entspannungstechnik nutzen Sie Ihre Vorstellungskraft, um zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu gelangen. Wichtig ist ein ruhiger Ort – also ohne Telefon oder Kinder. Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl, die Wirbelsäule ist gerade und die Schultern ziehen Sie ein bisschen nach hinten, sodass der Brustraum geöffnet ist. Schließen Sie die Augen und atmen Sie tief und gleichmäßig ein und aus.

Vor Ihrem inneren Auge stellen Sie sich jetzt einen Ort vor, an dem Sie sich wohlfühlen: einen Strand, eine Blumenwiese oder eine Berghütte. Diesen Ort betrachten Sie ganz genau. Versuchen Sie sich vorzustellen, wie es dort riecht und spüren Sie den Wind auf der Haut. Genießen Sie diese Vorstellung einige Minuten lang bis Sie völlig in die Entspannung eintauchen. Zum „Wiederauftauchen“ atmen Sie ganz bewusst tief ein und aus, so dass Sie langsam in die Realität zurückkommen.

Diese Übung aus der Kinesiologie sorgt für Klarheit und hilft, eine Situation in Ruhe einzuschätzen. Legen Sie eine Hand auf die Stirn und die andere in Augenhöhe auf den Hinterkopf. Atmen Sie dabei gleichmäßig und achten Sie auf das Heben und Senken der Bauchdecke.

Führen Sie diese Übung 30 Sekunden lang durch. Sie werden spüren, dass die Atmung ruhiger wird und Sie eine entspannte Einstellung bekommen.

Bitte auch das Lachen nicht vergessen.
Denn wer gemeinsam mit anderen lacht,
baut Stress ab und setzt Glückshormone frei.

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