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Die Haut ist ein absolutes Multitalent: Sie ist Sinnesorgan und schützende Hülle, sie regelt die Körpertemperatur und ist Spiegel der Seele. Viele Gründe also, diesem Allrounder die nötige Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Haut ist das größte und schwerste Sinnesorgan

Eineinhalb bis zwei Quadratmeter misst die Haut eines Erwachsenen. Sie wiegt zwischen drei und acht Kilogramm und macht ca. acht Prozent unseres Körpergewichtes aus.

Schichtarbeit auf drei Ebenen

Auf einem Quadratzentimeter Haut befinden sich 5.000 Sinneszellen, vier Meter Nervenbahnen und ein Meter Blutgefäße. Dazu kommen noch die Hautanhangsgebilde. Das sind Schweiß- und Talgdrüsen sowie an bestimmten Stellen Haare und Nägel. Wohlgemerkt, alles auf einem Quadratzentimeter!

Insgesamt besteht die Haut aus drei Schichten: der Oberhaut (Epidermis), der Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subcutis). Jede Schicht übernimmt eine wichtige Aufgabe.

Die Haut erfindet sich jeden Monat neu

Die Haut erneuert sich ständig. Im unteren Teil der Oberhaut bilden sich laufend neue wasserreiche Zellen, die die älteren Zellen nach oben schieben. Dort trocken sie langsam aus, verhornen und sterben ab. In Folge dieses natürlichen Regenerationsprozesses trennen sich die abgestorbenen Zellen von der Hautschicht. Jede Minute verlieren Erwachsene zehntausend Hautzellen. Diese Hautschuppen sind so klein, dass wir das meist gar nicht bemerken.

Was die Haut elastisch macht

Eine Schicht unter der Oberhaut liegt die Lederhaut. Dort befindet sich ein dichtes Geflecht aus Kollagenfasern. Sie stabilisieren einerseits die Haut und machen sie andererseits elastisch.

Pflege von innen

Neben den feinen Härchen in der Lederhaut sitzen die Talgdrüsen. Sie produzieren kleinste Fett-Tröpfchen, die verhindern, dass die obere Schicht austrocknet. Ihr Fett verteilt sich wie ein hauchdünner Film auf der Oberhaut und schützt gleichzeitig davor, dass Schadstoffe und Krankheitserreger in die Haut eindringen.

Der körpereigene Stoßdämpfer

Geht man noch eine Schicht tiefer, stoßen wir auf die Unterhaut. Sie enthält lockeres Bindegewebe und Fett. Die Fettzellen dienen als Energiespeicher. Außerdem schützen sie vor Kälte und puffern Stöße oder Schläge vor den Knochen ab.

Die eingebaute Klimaanlage

Die eingebaute Klimaanlage

Die Schweißdrüsen geben der Oberhaut Feuchtigkeit. Besonders an heißen Tagen wird die körpereigene Klimaanlage angekurbelt. Durch die Verdunstung spüren wir auf der Haut eine angenehme Kühle.

Gut durchblutet

Die Blutgefäße führen Sauerstoff und Nährstoffe in die Oberhaut. Und sie regeln die Hauttemperatur, indem sie sich weiten oder verengen. Je weiter das Blutgefäß, umso besser ist die Hautregion durchblutet und umso wärmer wird die Haut.

Diese Funktion hilft bei Verletzungen. So befördert das Blut schneller alle Stoffe, die zum Wundverschluss und zum Schutz vor Entzündungen nötig sind.

„Mist, jetzt werde ich wieder rot“

Die Gefäßweite wird vom vegetativen Nervensystem gesteuert und kann nicht willentlich beeinflusst werden. Deshalb ist auch das Erröten, das wir als Temperaturanstieg und unangenehm empfinden, leider nicht vermeidbar.

Was uns berührt
An den etwa fünf Millionen Körperhaaren sitzen Rezeptoren, die jede noch so kleine Berührung wie ein Ziepen, einen Pieks oder einen kleinen Stups über lange Nervenfasern ans Gehirn weiterleiten.

Genauso verhält es sich mit liebevollen Berührungen. Positive Berührungsreize können heilsame Kräfte entfalten. So haben Wissenschaftler herausgefunden, dass Menschen, die viele Streicheleinheiten bekommen, gesünder leben.

Wenn wir uns in unserer Haut nicht wohlfühlen, zeigt die Haut uns das auch – manchmal sogar sehr heftig.

Pickel und Co.

Pickel entstehen, wenn eine Pore durch den Talg verstopft, den eine Talgdrüse absondert. Besonders Jugendliche leiden in der Pubertät, in der die Talgproduktion erhöht ist, unter den Hautunreinheiten.

Pickel und Mitesser sollte man auf keinen Fall ausdrücken. Es besteht die Gefahr, dass Bakterien in die tieferen Hautschichten eindringen und Entzündungen hervorrufen.

Besser ist, man holt sich professionellen Rat vom Arzt und Apotheker.

Wenn das Bindegewebe schlappt macht

Orangenhaut (med. Fachbegriff Cellulitis) ist die sichtbare Folge einer Bindegewebsschwäche. Dazu zählen auch Besenreiser und Krampfadern. Ein Grund dafür ist, dass weniger Kollagen produziert wird. Kollagen ist für die Stabilität und Elastizität der Haut verantwortlich. Je älter wir werden, umso mehr nimmt die Kollagenproduktion ab.

„Das juckt mich nicht?“

Wenn die Haut z. B. bei Hitze oder auch im Winter zu viel Fett und Feuchtigkeit verliert, wird sie dünner, trockener und es bilden sich schneller Falten.

Und nicht nur das, sie ist auch durchlässiger für Keime und Krankheitserreger. Meist juckt die Haut und verleitet zum Kratzen. Kratzen erzeugt Verletzungen, die sich entzünden. Ein Kreislauf, der besonders Menschen mit Neurodermitis quält.

Das beruhigt die Haut

  • Lassen Sie die Haut frei atmen. Verzichten Sie, wenn möglich, auf Kosmetik und abdeckendes Make-up. Eine übermäßige Anwendung von Kosmetika kann manchmal sogar zu Hautirritationen führen.
  • Verwenden Sie Peelings sparsam. Denn bei Peelings sollte man wissen, dass sie die Hornschicht durch das Abrubbeln verdünnen und durchlässiger für Reizstoffe machen.
  • Duschen Sie nur jeden zweiten Tag. Das trocknet die Haut nicht aus und schont den körpereigenen Hydrolipidmantel, welcher für die Aufrechterhaltung des Gleichgewichts der Hautflora sorgt.
  • Schützen Sie die Haut vor Sonne. Das ist das beste Anti-Aging-Mittel. Denn UVA- und UVB-Strahlung zerstören die Zellstrukturen.
  • Verzichten Sie auf Koffein, denn Koffein dehydriert die Haut.
  • Trinken Sie viel Wasser. Das kurbelt den Stoffwechsel an und somit auch die Zellerneuerung.
  • Auch der Verzicht aufs Rauchen macht sich auf Ihrer Haut bemerkbar. Sie wirkt frischer und jünger.

Das belebt die Haut

  • Massieren Sie das Gesicht sanft. Das durchblutet die Haut und macht sie praller.
  • Starten Sie morgens in den Tag mit einer Wechseldusche. 
Das abwechselnd warme und kalte Wasser regt nicht nur die Durchblutung, sondern auch die Kollagenproduktion an.
  • Wenn Sie mehr Streicheleinheiten geben und bekommen, kurbeln Sie die Produktion der Glückshormone an.
  • Frischluft und Bewegung macht müde Haut munter. 
Ein täglicher Spaziergang tut also auch Ihrer Haut gut.

Haut richtig reinigen

  • Achten Sie bei der Reinigung der Haut auf den pH-Wert der Reinigungsmittel. Der sollte am besten um den pH-Wert 5 liegen. Die Haut hat einen leicht sauren pH-Wert von durchschnittlich 5,5. Dieser Säureschutzmantel wird von alkalischen Seifen, die über dem pH-Wert von 5,5 liegen, schnell angegriffen.

Haut richtig pflegen

  • Die äußere Anwendung von Schüßler-Salzen hat sich in der Praxis als wertvolle Methode der Mineralstoff-Therapie nach 
Dr. Schüßler etabliert und kann individuell auf Bedarf und Bedürfnisse abgestimmt werden.
  • Als effektive Ergänzung der inneren Einnahme von Schüßler-Salzen pflegen die Cremes und Lotionen die Haut auf sanfte Weise und können bei regelmäßiger täglicher Anwendung eine gesundheitsbewusste Hautpflege unterstützen.
  • Die Schüßler-Cremes ziehen schnell ein, sind gut verträglich, pH-neutral und frei von Paraffin, Vaseline und Duftstoffen. Die Schüßler-Lotionen haben eine angenehm leichte Konsistenz, ziehen ebenfalls schnell ein und eignen sich besonders gut für die großflächige Anwendung. Beide Varianten haben einen hohen Pflegefaktor und können bei Bedarf problemlos unter der gewohnten Hautpflege, Sonnencreme oder Make-up aufgetragen werden.

Powerfood für strahlend straffe Haut
Mit Ihrer Ernährung können Sie viel für Ihr Hautbild tun. Spezielle Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente helfen Ihnen dabei.

  • Grünkohl: Das Powerfood ist reich an Vitamin B3, das die Kollagenbildung und Feuchtigkeitsversorgung der Haut pusht. Mit einem grünen Smoothie trinken Sie also auch Ihre Haut schön.
  • Haferflocken: Das gesunde Getreide hat unter anderem auch einen hohen Gehalt an Silizium, dem Haut-Mineral. Mit einem Porridge zum Frühstück geben Sie Ihrer Haut einen gesunden Kick in den Tag.
  • Gurken: Nicht nur schön als Maske. Mit dem hohen Wassergehalt in der Gurke (90 %) versorgen Sie auch Ihre Haut von innen mit Feuchtigkeit. Deshalb öfter mal einen Gurkensalat oder Gurken als Rohkost essen.
  • Bananen: Reif geerntet enthalten Bananen Calcium fluoratum. Das Bindegewebs-Mineral sorgt für mehr Spannung und Elastizität. Greifen Sie beim Nachtisch statt zum Pudding lieber mal zu einer Banane.
  • Nüsse: Nicht nur die Fette von Nüssen sind allgemein gesund, auch dem L-Carnitin wird nachgesagt, dass es die Kollagenbildung fördert. Also knabbern Sie ab und an mal eine Handvoll Nüsse – zum Wohle Ihrer Haut.